Neue Zeiten. Neue Wege.

Unsere Geschichte der GLASKÜCHE. Schon seit Jahren züngelte auch bei uns immer wieder die Absicht hoch, unsere Speisen einzukochen, um sie nicht nur unseren Gästen, sondern auch einem breiteren Publikum jederzeit verfügbar zu machen.

Direkt vom Topf ins Glas! Fast, wie frisch gekocht! Das war ein großer Wunsch, der uns schon so lange begleitete und so schnell, wie er immer wieder in Erinnerung kam, genauso schnell wurde er auch wieder in der endlosen to-do-Warteschleife hintenan gestellt. Die liebe Not mit der Zeit - wer kennt sie nicht. Das Tagesgeschäft fordert neben der ganzen Aufmerksamkeit noch ordentlich Kraft, und die Muse schaut derweil mit verschränkten Armen und zusammen gezogenen Augenbrauen dem hektischen Treiben von der Ecke aus mitleidig zu. Etiketten entwerfen, Plakate drucken, Werbung, flotte Sprüche, ja, und natürlich das Einkochen selbst. Nur, mit Wollen allein ist ja noch kein Glas abgefüllt. Und ehrlich, abends nach einem 14 Stunden Tag noch kreativ sein? Unmöglich.

 

Und dann, im März die Lokalschließung. Erstmal tief durchatmen, den Schock verdauen und mit leerem Kopf im leeren Restaurant sitzen und die Frage: was nun?

Natürlich! Liegen gebliebenes aufarbeiten, alles auf Vordermann bringen und sich über diese geschenkte Zeit total freuen! Mensch, was bleibt denn immer alles auf der Strecke? Dort bricht ein Scharnier aus, ja sollte man mal reparieren....., die Ecke im Keller gehört doch schon so lange aufgeräumt, ...und, und, und. Die Liste ist lang!

Nachdem diese  Pflichten dann auch mal erledigt waren, überkam uns ein richtig richtig schlechtes Gewissen. Denn, statt pünktlich mit dem Glockenschlag und Vollgas voraus um 8 Uhr die Küche zu stürmen, wurde erst einmal tiefenentspannt Kaffee gekocht. Was für ein Luxus! Was für ein Leben! So könnte es doch immer weiter gehen....

In diesen ersten Monaten hatten wir das erste Mal seit unserem Bestehen 2006 nicht das Gefühl, der Zeit immer hinterher zu rennen. Nein, wir konnten das Tempo bestimmen und ich kann gar nicht sagen, wie erholsam das war. 

Die Realität war natürlich eine völlig andere. Kein Geld. Keine Perspektive für eine baldige Restaurantöffnung. Und, selbstverständlich musste eine neue Geldquelle erschlossen werden, denn die Kosten liefen und laufen immer noch aus dem Ruder!

Also, Ärmel wieder hoch und mit allen nur möglichen Kräften gegensteuern! Rudern was das Zeug hält! 

Die Fragen: was wollen wir? Was können wir? waren schnell beantwortet: Kochen. Na, klar!

Dann also jetzt endlich doch die Geschichte mit dem Einkochen auf den Tisch! Superschnell Etiketten entwerfen, drucken lassen, Gläser bestellen (gar nicht einfach! Wir haben ja nicht das Einkochen erfunden und zig-andere standen nun also zeitgleich mit uns in ihren Küchen, um die Töpfe brodeln zu lassen!)

Und dann kochen, kochen, kochen!!!

Herausgekommen ist eine kleine Edition unserer eigenen Lieblinge, welche wir selber gerne und regelmäßig immer zu Hause genießen!

Bestes Rindergulasch, ein aromatisches indisches Curry, unser absoluter Favorit: die Tomatensauce! Every body's darling! Als Suppe, Basis für Lasagne, Sauce pur,....fast unendlich viele Möglichkeiten. [Anmerkung für Veganer: indisches Gemüse-Curry und Tomatensauce sind 100% vegan]

Hervorragend finde ich selber die Gemüse-Bolognese, so toll kann vegetarisch sein! [Die Gemüse-Bolognese ist übrigens auch vegan!]

Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind tolle Allrounder! Mit wenigen, weiteren Zutaten hat man ein total neues Essen! Aus Rindergulasch wird ein spicy indonesisches Curry, die Tomatensauce kann eiskalt auch als perfekter Virgin/Bloody Mary-Cocktail funktionieren und die Gemüse-Bolognese ist kalt, eine perfekte Salsa als Begleitung zu Gegrilltem!

Rezept-Idee werde ich demnächst hier veröffentlichen und auch zum Mitnehmen auf Papier bringen.

So, jetzt verabschiede ich mich. Der Sonntag ist so herrlich verregnet, dass ich den Nachmittag nun auf meinem Sofa fortsetzen werde.

Das Schlusswort ist heute unseren lieben Freunden, den Grafikern, gewidmet. Ohne die Hilfe, Unterstützung und unendliche Geduld dieser beiden, würde nicht nur unsere GLASKÜCHE, sondern alles (!) was mit unserer Grafik zu tun hat, immer noch ein Dasein im dunkelsten Schatten fristen.

Dank den beiden hat unsere GLASKÜCHE ebenfalls ein tolles Outfit bekommen und somit die nötige Voraussetzung, unser mit Leidenschaft gekochtes Essen auch ansprechend zu präsentieren.

Und das für 0 Euro. NULL EURO. Das ist der Wahnsinn.

Ihr beiden: Danke! Danke! Danke!

 

Und jetzt, zur Abwechslung mal nicht: ab in die Küche! Sondern ab, aufs Sofa!

 

 

Das AMSTERDAM

RESTAURANT. CAFE. BAR.

 

Epplestraße 30

70597 Stuttgart-Degerloch

 

Tel. +49 711 22 66 98 98

info@dasamsterdam.de